Der Kick

Erstellt von admin Am 10, Dez 10 Kommentar hinzufügen
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Der “Darstellendes Spiel”-Kurs des 13. Jahrgangs der Geschwister Scholl Schule hat “Der Kick” nach dem Buch von Andreas Veiel mit ihrer Lehrerin Ellen Lindeck und Claudia Hanfgarn vom tanzpädagogischen Projekt Schultanz (TAPST) und Martin Kemner von TheaTheo umgesetzt. TheaTheo hat einzelne Szenen gecoacht, mitinszeniert, Probenfotos gemacht und die Aufführung mitgeschnitten.

Das Buch “Der Kick” erzählt anhand von Gesprächsprotokollen die wahre Geschichte des 16-jährigen Marinus Schöberl (im Stück “Jan” genannt) der im brandenburgischen Dorf Potzlow im Sommer 2002 von den neonazistischen Brüdern Marco und Marcel Schönfeld zusammen mit deren Bekannten Sebastian Fink getötet wurde. Schöberl trug blondierte Haare, Baggy Pants und stotterte. Für die Täter war dies ein Grund, ihn als „Untermenschen“ und als „nicht lebenswert“ zu verachten.

Die Täter hatten ihr Opfer stundenlang gefoltert, schließlich getötet und das alles unter den Augen von mindestens drei erwachsenen Potzlowern. Danach versenkten sie den leblosen Körper in einer Jauchegrube. Obwohl es in dem Dorf Zeugen und Mitwisser gab, blieb die Tat Monate lang unentdeckt. Erst vier Monate später wurden die Überreste von Marinus Schöberl gefunden.

Mein erster Gedanke bei dieser Geschichte ist: Eigentlich kann so etwas nicht passieren. Das sind ja Monster und keine Menschen, die so etwas tun und dulden – Im Buch und auch im Stück wird nicht gewertet, sondern aufgezeigt, die Täter werden aus der Unwirklichkeit der Monstergeschichten in die bundesdeutsche Realität geholt.

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